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Private Krankenversicherung

Gesetzliche oder private Krankenversicherung

Systemunterschiede

Beide Systeme verfolgen das Ziel, die Versicherten im Krankheitsfall finanziell aufzufangen. Bei der Realisierung dieser Ziele unterscheiden sich die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und die private (PKV) Krankenversicherung grundlegend in ihren Prinzipien.

Gesetzliche Krankenversicherung
Solidaritätsprinzip
Private Krankenversicherung
Äquivalenzprinzip
Ein GKV-Mitglied zahlt den Beitrag entsprechend seines Einkommens bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Mit Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze zahlt er als freiwillig Versicherter den Höchstbeitrag.
Eheparter und Kinder ohne eigenes Einkommen können ohne zusätzliche Beiträge familienmitversichert werden.
Freiwillig versicherte Selbständige zahlen den Höchstbeitrag, es sei denn, dass sie ein unter der Beitragsbemessungsgrenze liegendes niedrigeres Einkommen nachweisen. Dabei sind alle Einkommensarten (z.B. auch Miet-, Pacht- oder Kapitaleinkünfte) zu berücksichtigen.
Ein PKV-Versicherter zahlt einen individuellen Beitrag unabhängig von seinem Einkommen.
Für jede weitere versicherte Person, zum Beispiel Ehepartner und Kinder, sind eigene Beiträge zu zahlen.
Das individuelle Gesundheitsrisiko ist für die Beitragshöhe unerheblich. Der Umfang der Leistungen ist weitestgehend gesetzlich bestimmt Die Beitragshöhe resultiert aus dem "Individuellen Risiko" (Alter, Geschlecht, Vorerkrankungen) sowie aus dem Umfang der versicherten Leistungen, die der PKV-Kunde selbst auswählen kann.
Die höheren Beitragseinnahmen aktiver Arbeitnehmer und Selbständiger kompensieren die geringeren Beitragseinnahmen der Versicherten, von denen nur geringere oder überhaupt keine Beiträge gezahlt werden. Bis zu einem gewissen Umfang kommt jeder Versicherte durch seine Beitragszahlung selbst für seine Krankheitskosten auf (siehe auch "Altersrückstellungen"). Für über das individuelle Beitragsaufkommen hinausgehende Kosten kommt die Gemeinschaft der Versicherten auf.
Es werden keine Rückstellungen für die erhöhten Leistungsaufwendungen im Alter gebildet. Diese müssen weitgehend von der arbeitenden jüngeren Generation erbracht werden. Sogenannte "Altersrückstellungen", die individuell für den Versicherten zur Abdeckung höherer Aufwendungen im krankheitsrisikoreicheren Alter gebildet werden sowie ein gesetzlicher Zuschlag von 10 Prozent sorgen für weitgehende Beitragsstabilität im Rentenalter.
Die gestiegene Lebenserwartung wird nicht berücksichtigt. Die gestiegene Lebenserwartung ist über die Altersrückstellungen weitgehend einkalkuliert.
Durch die demographische Entwicklung steigen die Leistungsausgaben bei geringeren Beitragseinnahmen (Rentnereffekt). Die demographische Entwicklung hat keinen Einfluß auf die individuellen Beitragskalkulationen.