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Kaskoversicherung

Der Begriff der Kaskoversicherung hat seinen Ursprung in der Frühzeit der Versicherungswirtschaft, aus der heute noch zum Beispiel der traditionsreiche Name Lloyd's ein Begriff ist und in der zunächst vor allem Schiffe und deren Ladungen versichert wurden. Stammend vom spanischen Wort el casco für Schiffskörper stellte die Kaskoversicherung die Versicherung für das Schiff selbst dar und war damit Transportmittelversicherung, neben der es noch die Versicherung für die Transportgüter gab.

Heute wird der Begriff der Kaskoversicherung nicht mehr nur auf Schiffe angewendet. Geblieben ist die Tatsache, dass ein Transportmittel versichert wird, namentlich das eigene Kraftfahrzeug.

Da die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflichtversicherung nur die Schadenersatzpflicht für ein von einem Kfz ausgegangen Schaden abdeckt, bleiben ohne Kaskoversicherung jegliche Schäden am eigenen Fahrzeug unversichert, sofern dafür nicht die Haftpflichtversicherung eines schuldigen Unfallgegners eintritt. Für deren Absicherung gibt es die Kaskoversicherung. Sie ist keine Pflichtversicherung wie die Kfz-Haftpflicht.

Die Kaskoversicherung gibt es in zwei Ausprägungsarten: der Teilkasko und der Vollkasko.

Teilkasko

Vereinfacht gesagt ist die Teilkasko die Versicherung für Schäden am eigenen Kraftfahrzeug, die nicht aus einem Unfall oder mutwilliger Beschädigung durch Fremde (Vandalismus) herrühren.

Versichert sind im Allgemeinen Risiken wie

  • Diebstahl, Einbruch, Raub,
  • Brand und Explosion,
  • Sturm, Hagel, Blitz, Überschwemmung,
  • Zusammenstöße mit Haarwild nach dem Bundesjagdgesetz,
  • Glasbruch durch Steinschlag sowie
  • Schäden an der Verkabelung durch Kurzschluss oder Marderbiss.

In der Teilkasko wird eine Einteilung des Wohnsitzes des Versicherungsnehmers in Regionalklassen und des versicherten Fahrzeuges in Typklassen vorgenommen. In dieser Klasseneinteilung spiegeln sich Schadenhäufigkeiten wieder, die sich in unterschiedlich hohen Beiträgen niederschlagen.

Vollkasko

Neben den durch die auch in der Teilkasko versicherten Risiken übernimmt eine Vollkasko Versicherungsschutz für Schäden am eigenen Fahrzeug,

  • die aus selbstverschuldeten Unfällen herrühren,
  • aus Unfällen, bei denen ein schuldiger Unfallgegner nicht ermittelt werden konnte (Fahrerflucht),
  • aus Unfällen, die von Kindern verursacht wurden,
  • aus Unfällen, die durch ein nicht haftpflichtversichertes Kraftfahrzeug verursacht wurden beziehungsweise bei denen der schuldige Unfallgegner nicht zahlungsunfähig ist sowie solche
  • die aus mutwilliger Beschädigung durch Fremde (Vandalismus) entstanden.

Vollkasko, Teilkasko oder keine Kasko?

Die Wahl der Kaskoversicherung hängt stark vom Wert des zu versichernden Fahrzeuges ab:

Ganz auf eine Kaskoversicherung (auch keine Teilkasko) verzichtet werden sollte nur bei älteren Fahrzeugen, die kaum noch einen Wert darstellen und sich insofern die Versicherung grundsätzlich "nicht mehr lohnt".

In allen anderen Fällen mindestens der Abschluss einer Teilkasko-Versicherung zu empfehlen. Der Wert des Fahrzeuges kann bei der Antragstellung in der Wahl der verschieden hohen Selbstbeteiligungsanteile, die die Beitragshöhe minimieren, seine Berücksichtigung finden.

Eine Vollkasko empfiehlt sich unbedingt bei Neuwagen oder ansonsten sehr werthaltigen Fahrzeugen. Darüberhinaus sollten Fahrzeuge, die von Fahranfängern gefahren werden, vollkasko-versichert sein.
In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass bei der Antragstellung üblicherweise der jüngstmögliche Fahrer anzugeben ist. Diese Angaben sollten gewissenhaft gemacht werden, auch wenn dies zu höheren Beiträgen führt.